
Karpaltunnelsyndrom
Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine Nervenkompressionsyndrom im Handgelenk, bei der der Nervus Medianus eingeengt wird. Der Karpaltunnel ist ein enger Kanal auf der Handinnenseite, gebildet aus den Knochen und einem darüberliegenden festen Band. Wenn durch Schwellung, Überlastung oder Veränderungen der Knochen der Druck im Karpalkanal zunimmt, kommt der Nerv unter Stress. Das kann zu Kribbeln, Taubheit oder Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger führen. In schweren Fällen kommt es zu Lähmungen der Daumenmuskulatur und zum Verlust der Handkraft sowie der Handgeschicklichkeit.
Es zählt zu den häufigsten Nervenengpasssyndromen, besonders im Alter zwischen 40 und 70 Jahren. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
- Durch sanftes Bewegen der Finger und des Handgelenks können die Druckverhältnisse im Karpalkanal positiv beeinflusst werden.


Aus: Effect of Splinting and Exercise on Intraneural Edema of the MedianNerve in Carpal Tunnel Syndrome—An MRI Study to Reveal Therapeutic Mechanisms; Annina B. Schmid,James M. Elliott,Mark W. Strudwick,Mary Little,Michel W. Coppieters
Ergo- und physiotherapeutische Maßnahmen wie die Anpassung der Arbeitsbelastung, Vermeidung von belastenden Positionen für den Nerv sowie Haltungskorrektur und Schienenanpassung sind weitere konservative Maßnahmen die vor einer Operation hilfreich sein können.

